Eine Buchmesse, die Erzählungen nicht erträgt, welche anders sind, als eine als allgemein gesetzte Auffassung, hat das Kreative, das Inspirierende, das Kontroverse, das Aufrüttelnde von Literatur durch eine ideologische Langweiligkeit, Beliebigkeit ersetzt. Rechte Erzählungen verlangen aufgeklärte Gegenmodelle und nicht infantile Ignoranz, Empörung und arroganten Boykott. Nachdem etwa die Lesegesellschaft unzählige, immer mehr auf Außergewöhnlichkeit setzende sexuelle oder soziale "Coming-out"- Geschichten ertragen musste, um damit meist nur selbst ihre Vielfalt und moralische oder geistige Sinnkrise zu feiern, sollte sie nun ernsthaft beginnen, auch das Andere in dieser Vielfalt integrieren oder ertragen zu wollen, sonst wird die eigene Erzählung nur zu einem heuchelnden Moralismus im infantilen Empörungsmodus.

#buchmesse #moralismus

Die Kompromisslosigkeit oder Unfähigkeit zu Kompromissen, die einen umfassenderen Einbezug von Menschen ermöglichen würde, einer einmal erwachsen werdenden Generation, kann mehr Schäden für die Zukunft hervorrufen, als Klimawandel und soziale Ungerechtigkeit zusammen.

#kompromissunfähigkeit #generation #klimawandel

Moralismus will auf die Gesinnung der Menschen Einfluss nehmen, wobei hier Moral einen bestimmten Lebensplan favorisieren will.
Diskriminierung wird somit rechtens gegen jene, die diese Moralisierung nicht folgen können oder wollen. Toleranz wird dabei mehr und mehr durch eine moralische Akzeptanz ersetzt, denn Toleranz würde mindestens eine akzeptierte und anerkannte Gegenposition fordern.

#moralismus #diskriminierung #toleranz

Immer wieder beginnt Jesus mit einer Seligpreisung. Er sagt uns damit: Erwarte nicht nur Irdisches. Wie könntest du damit glücklich sein, wenn du mit Dingen belohnt wirst, die mit diesem Leben ein Ende nehmen, die schneller vorbeieilen als ein Schatten?

Johannes Chrysostomus, Kirchenvater

"Mach’s wie der Vogel, der doch nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat."

Ein Klimaministerium? Ja, natürlich. Damit Minister und Verwaltungsvorgänge neue Regeln, Ausnahmen, Workshops und Ausschüsse schaffen, zum verzögern, zerreden, schachern mit weiteren Interessen und Schuldzuweisungsmöglichkeiten. So wartet man erneut auf einen Klimakanzler und eine Klimaregierung, die Umwelt- und Klimaschutz zur Chefsache machen, damit Ökonomie und Ökologie in einer globalisierten Welt ein Ganzes bilden können.

#Klimakanzler #klimaschutz

Gott, wie kann ich in einer Welt, in der Leistung und der richtige Platz im Leben so viel zählt, gelassen bleiben? Schenke mir das Vertrauen, dass ich mit deiner Hilfe an der Stelle sein werde, die für mich richtig ist.

„Ich brauche ein Herz, das von Zärtlichkeit brennt, das meine Stütze bleibt ohne jedes Zurück, das alles in mir liebt, selbst meine Schwäche, das weder bei Tag noch bei Nacht mich verlässt... Jesus, ich weiß: Liebe wird nur mit Liebe entlohnt. Darum habe ich einen Weg gesucht und nun auch gefunden, um meinem Herzen Linderung zu verschaffen und Dir Liebe mit Liebe zu vergelten."

hl. Therese von Lisieux

Und wenn nun in Köln der Muezzin am Freitag seinen Gebetsruf laut verkünden darf, so mag das die moralisierende Gesinnung einer offenen und toleranten "westlichen" Gesellschaft beweisen wollen, aber auch ihre ignorante, vielleicht auch ideologisch geduldete Unwissenheit. Denn dieser Ruf ist nicht einfach nur eine Stimme, ein Laut, ein Geräusch, sondern hat bewusst Botschaften gegen andere Religionen und natürlich auch den gottlosen Atheisten zum Inhalt. Und dass dieser Ruf sich nur an Männer richtet, scheint selbst den radikalen Feministinnen einer damit nur vordergründig offenen Gesellschaft der Vielfalt nicht zu stören.

#muezzin #islam #feminismus #offenegesellschaft #moralisierung

Da ist ein Riss in allem.
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt.

Worauf kann ich mich verlassen, Gott, in dieser Welt, in der alles fragil und fragwürdig sein kann? Wenn ich alles loslasse, Herr: Wirst du mich tragen?

Zukunft ist kein Privileg der Jugend, sie ist für alle da. Deshalb wollen auch ältere Menschen eine lebenswerte Zukunft. Das ihnen abzusprechen, bedeutet wieder einen Vertrauensverlust mehr, dessen Auswirkung sich bereits in den Seelen von Kindern und Jugendlichen wiederspiegelt. Ohne Vertrauen darauf, dass ihre Eltern das Beste für sie wollen, bleiben sie mit einer Angst vor Klimawandel, sozialen Abstieg etc. allein, hilf- und machtlos und können Panik nicht mehr durch die Erfahrung und den Weitblick der Älteren in eine konstruktive Energie verwandeln.
Mit Menschen, die alles nur mehr im Panikmodus erleben, können Autoritarismus und Despoten alles tun, denn zur Milderung ihrer Panik nehmen sie auch den Verlust von Freiheit in Kauf.
Eine Krise in der Gesellschaft ist immer auch eine Vertrauenskrise und jene, die Misstrauen säen, benötigen es, um ausschließlich ihre eigenen Zwecke zu verfolgen.

#vertrauenskrise #zukunft #klimawandel #generationen

Es scheint für einige schon ausgemachte Sache zu sein, dass Abtreibung ein Recht wäre. Es bleibt jedoch weiterhin das Töten von menschlichem Leben. Wird dies zu einem Recht deklariert, muss sich eine solche Gesellschaft keine Gedanken mehr um Menschenwürde machen, denn sie wird so zum Recht des Stärkeren.

#abtreibung #menschenwürde #gerechtigkeit

Franziskus I: Erneut trage ich an euch junge Leute die Aufgabe heran, die Geschwisterlichkeit in den Mittelpunkt der Wirtschaft zu stellen. Wie nie zuvor brauchen wir junge Menschen, die in Theorie und Praxis zeigen können, dass es auch eine andere Wirtschaft gibt. #EoF2021 twitter.com/Pontifex_de/status

Dein bin ich, von dir geschaffen, dein, weil du mich erlöst, dein, weil du mich gerufen, dein, weil du mich erwartet hast, dein, weil ich nicht verloren ging. Sag, was hast du vor mit mir?

Teresa von Ávila, Kirchenlehrerin, Mystikerin

Heute, Herr, schenke mir Mut: Mut, nicht zu schweigen, wenn andere mein Wort brauchen, Mut, nicht zu reden, wenn alles gesagt ist, Mut zu handeln und Mut, nichts zu tun. Hilf mir dabei.

Der Gläubige lebt aus einer Kraftquelle, die nicht aus ihm selbst fließt, sondern gerade dann am stärksten ist, wenn wir die eigene Sicherheit und Verteidigung aufgegeben haben. Dann kommt die unendliche Stärke des Schöpfers des Himmels und der Erde zum Zuge.

Robert Spaemann (Meditationen eines Christen. Über die Psalmen 1-51, Stuttgart 2014, S. 178: zum Psalm 22)

Jede Bosheit möge verschwinden, träumen möchte ich von dir, mein Gott, und die Angst vor dem Feind kann unseren Frieden nicht stören.

Ambrosius, Bischof von Mailand

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