Ich schau in die Mails, sehe Einladung der Ev. Akademie. Lese da so etwas wie "Gewinnen Menschen nun göttliche Qualitäten?" als theol. Thema zum Feld , formuliert von Prof. von Lüpke. Wenn ich sowas lese, muss ich leider in aller Härte sagen: Thema verfehlt. Gerade bei dem Thema zeigt sich, dass die Theologie als Inselwissenschaften nicht mehr in der Lage sind aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu bearbeiten.

@letterus göttliche Qualitäten "gewinnen", wenn der Mensch doch eh im Ebenbild Gottes geschaffen wurde - ist das irgendeine theologische Differenzierung, die ich nicht verstehe?

@patrick Das setzt voraus, dass die Schaffung von Intelligenz keine menschliche Eigenschaft ist, ja.

@letterus Ach, daran liegts. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, dass das als "maschinelles Lernen" läuft (selbst wenn es mit AI oder KI abgekürzt wird statt mit ML), weil der Intelligenzbegriff so schwer greifbar ist.
Das gehört dann wohl in das fehlende Informatikverständnis des Theologen, das du angesprochen hast.

Das LaMDA Transkript, was zur Zeit die Runde macht, ist ja auch nur das Ergebnis des Versuchs, eine Ausgabe in die Richtung zu optimieren, die erwünscht ist: Eine linguistische Meisterleistung, dass die sprachliche Struktur ordentlich abgebildet wird (und ohne das alles von Hand zu kodieren, sondern maschinell aus Corpora ermittelt), aber keine Intelligenz.

@patrick Dein Wort in das Ohr dieser Geistenwissenschaftler:innen. Ich fürchte für die fällt das alles unter „Magie“. 😉

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@patrick Hab das Transkript jetzt auch mal gelesen und es ist schon großartig, was die Menschen bei Google da hinbekommen haben. Vermutlich würde ich es auch für Magie halten, wenn ein geduldiger Computerlinguist mir nicht mal vor inzwischen sicher 10 Jahren erklärt hätte, wie die semantische Verarbeitung von Sprache informationstechnisch funktionieren kann.

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