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Leider kann ich mich als Pfarrer schlecht weigern, Menschen mit einer gmail-Adresse Mails zu schreiben. Ich hätte aber gute Lust dazu. taz.de/Privatsphaere-im-Netz/!

@letterus Kommt drauf an. Bei Mails mit Daten von Dritten (z.B. beim Versand von Protokollen, die Personaldaten enthalten) kannst / musst du dich weigern. Wenn es um religiöse Überzeugungen der Empfänger geht (z.B. bei der Liedauswahl für eine Taufe), müssten GMail-Empfänger wirksam einwilligen. Dabei müssten sie darauf hingewiesen werden, dass Google mitliest. (Z.B. Mit einem Satz im Taufgespräch, der durch eine Notiz auf dem Taufformular dokumentiert wird.)

@cbrecheis Ja. Nur bei Kasualien kommen die Anfragen/Daten oft von außen. Und Presbyter_innen legen im Zweifelsfall ihre Arbeit nieder. Da braucht es dann schon viele Argumente und lange Überzeugung. Leider wird die von der Kirchenleitung mit den Gesetzen nicht mitgeliefert.

@letterus das würde ich auch stark übertrieben finden. Schon mal dran gedacht dass es nur eine kleine Minderheit ist die über diese Dinge nachdenkt. Nur wenige haben die Zeit, Energie, und Geld um so konsequent zu sein. Man hat ja auch noch ein Leben. Ich weiß diese Dinge und nutze Google trotzdem.

@FreiMauR Ich weiß, dass den Menschen idR die Kompetenz dafür fehlt. Klar, ich lebe und arbeite mit diesen Menschen.
Von der rechtlichen Vorgabe her gesehen ist das nicht übertrieben, s. die Antwort von @cbrecheis. Zeit, Energie und Geld finde ich als Argumente ehrlich gesagt eher schwierig - da geht es mEn eigentlich um die eigenen Prioritäten. Da muss aber im Endeffekt jede/r für sich selbst wissen, für welche Überzeugungen man einstehen möchte.

@letterus ich lese hier bei Mastodon viel über solche Themen. Dabei fällt schon auf das es viel Zeit, Kraft und Fachwissen braucht um sich den großen Datenkonzernen zu entziehen. Auch Geld spielt bei der Hardware und bei Internet Diensten eine Rolle. Je länger ich hier mit lese desto mehr wirkt es für mich wie eine Art Hobby in das man kräftig investieren muss. Nicht geeignet für den Normalbürger also.

@letterus Ich würde es vielleicht noch hinbekommen aber bei meiner Frau oder meinen Eltern hört es dann aber auch auf.
Je länger ich die Erfahrungen inkl Erfolg und Misserfolg hier verfolge desto unattraktiver wird es mich von Google loszusagen.
Ja Google ist problematisch, die Verantwortung dafür aber dem einfachen Nutzer zuzuschieben ist der falsche Ansatz.

@FreiMauR Meine Einschätzung ist eher, dass jede/r Verantwortung hat. Die Frage ist für mich, ob und wie man sie wahrnehmen kann und wahrnehmen will. Man kann das nerdmäßig natürlich weit treiben.

Aber ein Mailpostfach bei posteo.de oder mailbox.org gibts schon für nen Euro und damit ist man die meisten Google-Dienste los.

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