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Frisch aus dem Urlaub finde ich diese strategischen Ratschläge von @erik_fluegge@twitter.com angesichts der Kirchenaustritte gut und empfehlenswert für das leitende kirchliche Klientel: erikfluegge.de/kirchenaustritt

@letterus das sind schon kluge Gedanken, es bleibt aber auch wieder auf der Rezept-Ebene. Die Krise der Kirche ist aber nicht mit Rezepten aufzufangen, weil alle auf freiwilliges Engagement basierenden Institutionen den gleichen Mitgliederschwund verzeichnen. Statt mit immer neuen Rezepten zu suggerieren, man könne an dieser Entwicklung grundsätzlich etwas ändern („wachsen gegen den Trend“) sollte man besser überlegen, wie eine zukünftige, geschrumpfte Kirche aussehen wird und aussehen soll.

@gntzl Ja, da stimme ich dir zu. Ich würde aber ziemlich offen sagen: Ohne diese Rezepte bleibt uns nur noch der ideelle und finanzielle Bankrott. Wir oder die Nachfolgegeneration können dann den Laden abwickeln. D.h. das Weiterleben kleinerer Kirchen hängt vom Erfolg dieser Rezepte ab.

@letterus @gntzl Oder wir überlegen, was uns sonst noch so einfällt. Mich zum Beispiel interessieren die 90 % unserer Gemeinden, die nicht aktiv am Gemeindeleben (also an dem, was von Gremien organisiert wird) teilnehmen, sich aber trotzdem als zugehörig verstehen. Diese 90% sind Viele, nicht leicht zu beschrieben und existent.

Mir gefällt es, Bus & Bahn zu fahren. Da hat man die Menschheit bunt gewürfelt beieinander.

Mir gefällt „Das neue Wir“ in den Niederlanden. nieuwewij.nl/

@Frau_Sanders @gntzl Sieht gut aus, aber dafür ist mein Niederländisch zu schlecht, glaube ich. ;)
Und klar, uns sollte noch deutlich mehr einfallen. Dass sich die 90% aber wirklich noch zugehörig fühlen, glaube ich aber eher nicht. (Zu) viele dürften aus Gründen der Massenträgheit noch dabei sein…

@letterus diese Einschätzung geht davon aus, dass das Schicksal der Kirche von den bekannten Akteur*innen (Pastor*innen und Kirchenleitung) abhängt. Ich würde den Blick gern weiten auf die 10% und die 90% - und auf den Heiligen Geist, denn ich bin, ganz fromm gesagt, davon überzeugt, dass der Herr seine Kirche erhalten wird und dass, wenn er es nicht tut, unser Tun vergeblich ist.

Ich kann mich bei den „Rezepten“ des Verdachtes nicht erwehren, dass es um den Erhalt von Stellen bzw. Zukunftsperspektiven für die Stelleninhaber*innen geht. Das ist legitim, aber wird die Kirche nicht weiterbringen. Erst, wenn wir als Hauptamtliche bereit sind, unsere Zukunft tatsächlich aufs Spiel zu setzen, werden sich Spielräume ergeben. Da man das niemandem zumuten oder von oben verordnen kann, wird die bestehende Struktur erst kollabieren müssen, bevor sich etwas Neues entwickeln kann.

@gntzl Wird er. 😉 Aber es kann sein, dass weder wir noch die verfassten Kirchen in Deutschland etwas damit zu tun haben.
Um die 90% geht es Flügge ja exakt auch.

@letterus was ich meinte, war, dass die 90% ja auch Eigeninitiative entwickeln können. Wir gehen davon aus, dass sie (im weitesten Sinne) Objekte pastoraler Aktivität sind, aber vielleicht sollte man voraussetzen, dass sie Subjekte sind?

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