Ich schau in die Mails, sehe Einladung der Ev. Akademie. Lese da so etwas wie "Gewinnen Menschen nun göttliche Qualitäten?" als theol. Thema zum Feld , formuliert von Prof. von Lüpke. Wenn ich sowas lese, muss ich leider in aller Härte sagen: Thema verfehlt. Gerade bei dem Thema zeigt sich, dass die Theologie als Inselwissenschaften nicht mehr in der Lage sind aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu bearbeiten.

Das Thema /#AI ist zugegebenermaßen Komplex. Dafür bräuchte es so etwas wie Universalgelehrte, die es heute nicht mehr geben kann. Aber gerade wenn das so ist, käme es auf interdisziplinäres Arbeiten an. Und nicht darum, Fragen zu stellen, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

Das geht jetzt nicht konkret in Richtung Prof. von Lüpke, sondern finde ich allgemein wahrnehmbar.
Dagegen gäbe es so viele relevante Fragen. Um konstruktiv ein paar zu nennen:
- Der gläserne Mensch? Ist die minutiöse Überwachung menschlicher Aktion mit dem christlichen Menschbild vereinbar?
- Prinzip SCHUFA. Ist der Mensch demnächst ein wirtschaftlich durchkalkulierbares Risikogeschäft?

- "Virtuelle Gefühle". Wie sind Gefühle gegenüber Maschinen systematisch- und praktisch-theologisch zu deuten und zu bearbeiten?
- Aufklärung und Unmündigkeit im Digitalen. Welche Hinweise kann es aus Sicht theol. Ethik geben, um mit der allgemein überfordernden Komplexität digitaler Systeme demokratisch-legislativ umzugehen?

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@letterus Der letzte Punkt ist m.E. schon weit länger, als nur in Zeiten von KI ein massives Problem.

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@letterus Alleine das blinde Vertrauen, das viele Nutzer in Suchmaschinen oder Navis stecken... Ich habe auf die Frage "Fahren wir von Kiel nach Leipzig über Berlin oder die A2, A2 möchte ich vermeiden" von meiner Mitbewohnerin vor 5 Jahren dann die Antwort "Weiß nicht, hab Navi" bekommen...

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